Babybett

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Babybett Berater

Das Babybett – Geborgenheit für Babys Schlaf

Neugeborene schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und verbringen daher viel Zeit in ihrem Bettchen. Die Wahl des passenden Modells ist deshalb ein essentielles Thema, mit dem man sich spätestens in den letzten Wochen der Schwangerschaft auseinandersetzen sollte. Welcher Schlafplatz ideal ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel vom Kindesalter ab. Damit die Kleinsten in ihren Betten sicher und zufrieden schlummern können, erklärt dieser Ratgeber alle Aspekte, die beim Babybett-Kauf wichtig sind.


1. Kinder und ihre Schlafgewohnheiten

Ein Baby schläft im Zeitraum direkt nach der Geburt zwischen 16 und 20 Stunden am Tag. Die Kleinen verbringen also noch vergleichsweise viel Zeit beim nächtlichen Schlaf, beim Verdauungsschlaf, beim Erholen vom Spielen und natürlich beim Nickerchen zwischendurch. Ihr Babybett sollte daher möglichst auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. So ist das kleine Bettchen auch für Eltern eine Entlastung im Alltag, da sie zu jeder Zeit wissen, dass sie ihrem Kind zum Schlafen einen Ort der Geborgenheit geben können.

Wie viel Zeit Kinder im ersten halben Jahr schlafen, zeigt die nachfolgende Tabelle. Im Laufe der ersten sechs Wochen reduziert sich die Stundenzahl auf etwa 16 Stunden pro Tag, bis er bei einem halben Jahr bei rund 11 Stunden in der Nacht und circa zwei bis drei Stunden am Tag liegt. Dabei schlafen Kinder meist nicht durch, sondern in Phasen, die sich individuell nach dem Kind und seinen Bedürfnissen richten.

Alter

Schlaf pro Tag

Neugeborenes 16 bis 20 Stunden
3 Wochen 16 bis 18 Stunden
6 Wochen 15 bis 16 Stunden
4 Monate 9 bis 12 Stunden pro Nacht; 4 bis 6 Stunden pro Tag
6 Monate 11 Stunden pro Nacht; 3 bis 4 Stunden pro Tag
9 Monate 11 Stunden pro Nacht; 3 Stunden pro Tag
12 Monate 11 Stunden pro Nacht; 2 Stunden pro Tag

2. Das Babybett und andere Schlafplätzchen fürs Baby

Wer viel schläft, der braucht dafür natürlich auch ein kuscheliges Plätzchen – wie zum Beispiel ein eigenes Babybett. Um jeder Altersstufe eine passende Schlafgelegenheit anbieten zu können, gibt es aber neben dem klassischen Babybett bzw. Gitterbett auch andere Formen, die das Babybett ergänzen oder zunächst auch stattdessen zum Einsatz kommen können.

Diese sind an geringfügig unterschiedliche Tagesabläufe sowie die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersstufen und auch der Eltern angepasst. Sie unterscheiden sich in Größe, Form und Material voneinander. Mama und Papa haben zum Beispiel die Wahl zwischen Babywiege, Beistellbett und Stubenwagen oder einem bereits etwas größeren Gitterbett.

Das Babybett und auch alle Alternativen sind je nach Geschmack in unterschiedlichen Farben erhältlich. Besonders Babybetten in Weiß oder aus hellem Naturholz wie Buche oder Kiefer passen sich hervorragend in jeden Wohnraum ein. Doch auch in Pastelltönen gehaltene Modelle werden gerne gekauft. Oftmals bieten Hersteller wie beispielsweise Roba oder Pinolino herausnehmbare Nestchen und Matratzen passend zu dem jeweiligen Babybett an. So müssen diese nicht zusätzlich erworben und farblich abgestimmt werden.

Beistellbett: Ruhigere Nächte für Mama und Papa

Das Beistellbett bietet Eltern die Möglichkeit, ihr Baby bis zu einem Alter von sechs (oder bei manchen Modellen acht) Monaten nachts immer in der Nähe zu haben. Diese Art Babybett ist an drei Seiten mit einem Gitter versehen und an der vierten offen. Mit dieser offenen Seite wird es an das Elternbett angestellt und, je nach Modell, fixiert. So haben Mama und Papa in der Nacht ihr Baby direkt neben sich, wenn es weint oder gestillt werden möchte.

Wichtig: Beistellbett immer in Höhe der Liegefläche des Elternbettes positionieren und fixieren, um einen lücken- und stufenlosen Übergang zu schaffen.

Beistellbetten besitzen mehrere praktische Eigenschaften, auf die Eltern beim Kauf besonders achten sollten:

  • Höhenverstellbar:
    Diese Babybett-Variante lässt sich idealerweise stufenlos in der Höhe verstellen und kann so an fast jedem Bett befestigt werden. Dabei sollte das Beistellbett nahe an die Matratze herangeschoben werden, sodass keine Lücke entsteht, welche das Baby gefährden könnte.
  • Fixierung am Bett:
    Viele Beistellbetten verfügen über eine Möglichkeit der Fixierung, mit welcher sie sicher am Elternbett angebracht werden können. Die Halterungen werden entweder mit fest integrierten Haken oder mit einem Gurtsystem am Rahmen befestigt. Dank diesem lassen sich Beistellbetten auch an der Matratze eines Boxspringbetts fixieren.
  • Umbaumöglichkeit:
    Mit wenigen Handgriffen können einige Beistellbetten durch ein zusätzlich montierbares Seitengitter schnell zu einem Stubenwagen umfunktioniert werden. Dieser kann dann tagsüber flexibel in der Wohnung platziert werden, damit Eltern ihr Kind immer im Blick haben.
  • Verschiedene Materialien:
    Je nach Vorliebe erhalten Eltern das Babybett in verschiedenen Materialien, beispielsweise aus robustem Echtholz oder als Ausführung mit textilen Außenwänden und Sichtfenstern aus Netzstoff.
    Verschiedene Größen: Hersteller bieten Beistellbetten in unterschiedlichen Größen an. Gängige Größen sind 90x40 cm, 90x45 cm, 90x50 cm oder 90x55 cm. Beistellbetten, welche zum Reisebett umgebaut werden können, sind in der Regel etwas kleiner und messen rund 80x50 cm. Die Größe des Beistellbetts sollte sich an der Größe des Kinds orientieren.
  • Praktisches Zubehör:
    Dank ergänzendem Seitengitter wird das Beistellbett schnell zu einem Stubenwagen, Reisebett oder Laufstall umgebaut. Verschiedene Hersteller rüsten diese Art Babybetten mit Rollen aus und ermöglichen so ein bequemes Umstellen des Bettchens. Ein praktischer Aufsatz für den Raum zwischen Beistell- und Elternbett sorgt wiederum dafür, dass der Rahmen zwischen den Matratzen weich ist.

Die klassische Babywiege gewinnt wieder an Beliebtheit, denn das beruhigende Schaukeln unterstützt Kinder beim Einschlafen. Bei der Babywiege sollten Eltern beachten, dass diese, je nach Modell, bis zu einem Alter von drei oder vier Monaten genutzt werden kann. Die Wiegen sind in der Regel kleiner als ein Babybett und überzeugen viele Eltern durch die folgenden Eigenschaften:

  • Beruhigende Wirkung:
    Das Wiegen hat besonders auf junge und sehr aktive Kinder eine beruhigende Wirkung. Da eine Babywiege die Wiegebewegungen im Mutterleib nachahmt, hilft sie den Kleinen dabei, sich instinktiv zu entspannen. Das sanfte Schaukeln unterstützt beim Einschlafen und löst verkrampfte Muskeln, was beispielsweise bei Blähungen und Koliken lindernd wirken kann.
  • Gefühl der Geborgenheit:
    Da Babywiegen im Gegensatz zu Babybetten eine recht kleine Liegefläche (z.B. 90x40 cm) aufweisen, fühlen sich Säuglinge in den ersten Monaten besonders geschützt. Die Seitenwände wirken als Begrenzung, was die Kleinen noch aus dem Mutterleib kennen.
  • Flexibilität:
    Viele Babywiegen können dank feststellbarer Rollen von Zimmer zu Zimmer geschoben werden, damit Eltern ihr Kind immer im Blick haben. Da eine Babywiege weniger groß ist als ein Gitterbett, findet sie auch in kleinen Räumen einen Platz.
  • Arretierbar:
    Einige Babywiegen sind mit einer Vorrichtung ausgestattet, die die Wiege in den „Ruhemodus“ bringt. So wird sie quasi zu einem feststehenden Babybett ohne Schaukelfunktion.
  • Mit oder ohne Himmel:
    An den Wiegen sind, je nach Modell, Himmelsstangen angebracht. Hier können Mama und Papa Spielzeug oder einen Himmel befestigen, um das Gefühl der Geborgenheit noch zu verstärken oder die Kleinen zu unterhalten.

Ein Stubenwagen, als Alternative zum klassischen Babybett, besteht aus einem Körbchen, welches auf einem Untergestell mit feststellbaren Rollen montiert ist. Die Rollen sind mit Gummi überzogen, sodass Eltern ihn auch auf Parkett und Laminat leise und sicher verschieben können. Aber nicht nur die Mobilität ist für Eltern von Babys bis zu 8 Monaten ein Argument für den Kauf eines Stubenwagens:

  • Geborgenheit:
    Babys fühlen sich aufgrund der im Vergleich zum Babybett kleineren Liegefläche geborgen und sicher. Bei Stubenwagen reichen die Maße der Liegefläche von rund 70x37 cm bis etwa 90x55 cm.
  • Entspannende Bewegung:
    Ähnlich wie bei der Wiege wirkt die Fahrbewegung des Wagens entspannend auf Babys. Der Stubenwagen kann vor- und zurückgerollt werden, um das Kind beim Einschlafen zu unterstützen.
  • Höhenverstellbar:
    Je nach Modell lassen sich Stubenwagen in der Höhe verstellen. So ist es Eltern möglich, ihn an die eigene Körpergröße anzupassen und so ihren Rücken beim Hineinlegen und Herausheben des Kindes zu schonen.
  • Multifunktional:
    Bestimmte Modelle lassen sich mit wenigen Handgriffen umbauen, beispielsweise in einen Hochstuhl.
  • Himmelsstange:
    Auch Stubenwagen lassen sich mit einem Himmel versehen, sofern sie über eine entsprechende Stange verfügen.

Hinweis: Babywiegen und Stubenwagen sind so lange sicher, bis das Kind sich selbstständig zu drehen beginnt. Ab diesem Zeitpunkt benötigt es ein stabiles Babybett.


Im Gegensatz zu Wiege und Stubenwagen können Kinder das passende Gitterbett über viele Jahre hinweg nutzen. Gitterbetten dürfen bereits nach der Geburt des Kindes eingesetzt werden, da sie einen zu allen Seiten begrenzten, sicheren Raum bieten. Die meisten Eltern steigen innerhalb des ersten Lebensjahres auf ein solches Babybett um, da ein Kind, das sich bereits eigenständig bewegen und aufrecht sitzen kann, den zusätzlichen Schutz der Gitter benötigt. Weitere positive Eigenschaften von Gitterbetten sind:

  • Größe:
    Das Gitterbett ist im Vergleich zu Beistellbett, Babywiege und Stubenwagen die größte „Babybett“-Variante auf dem Markt. Die Standardgrößen sind 120x60 cm oder 140x70 cm.
  • Höhenverstellbar:
    Bei Gitterbetten ist der Lattenrost in der Regel dreistufig verstellbar. So können bereits Säuglinge auf der obersten Stufe in das Bett gelegt werden. Sitzen Kinder bereits selbstständig, empfehlen Experten, den Lattenrost aus Sicherheitsgründen auf die unterste Stufe einzustellen.
  • Schlupfsprossen:
    Einzelne Stäbe, die aus dem Gitter herausgenommen werden können. So entsteht vor allem für ältere Kinder die Möglichkeit, bequem alleine aus dem Babybett auszusteigen.
  • Altersgerecht umbaubar:
    Dank flexibler Umbaumöglichkeiten (verstellbare Liegefläche, Schlupfsprossen oder Einbau zusätzlicher Elemente) wächst das Babybett mit und kann problemlos im Alter von etwa zwei Jahren zum Juniorbett oder zum Kindersofa umfunktioniert werden.
  • Mobilität:
    Auch Gitterbetten sind je nach Modell mit feststellbaren Rollen versehen, sodass sie problemlos umgestellt werden können.

Babyzimmer-Sets (2- oder 3-teilig)

Babyzimmer im praktischen Set bieten Eltern die Möglichkeit, das Kinderzimmer in einem einheitlichen Stil einzurichten. Dabei wird immer ein Babybett mit weiteren Möbelstücken des gleichen Herstellers angeboten, wie zum Beispiel mit einer Wickelkommode oder einem Kleiderschrank. So sind insbesondere Optik und Funktionalität perfekt aufeinander abgestimmt.

2-teilige Babyzimmer bestehen aus einem Babybett mit farblich passender Wickelkommode. Möchten Eltern Babybett, Wickelkommode und Kinderschrank komplett passend zueinander kaufen, bietet sich der Kauf eines 3-teiligen Babyzimmers an. Dabei ist der Kauf der Babymöbel im Set oftmals günstiger, als alle Elemente einzeln zu erwerben und Eltern ersparen sich den zeitlichen Aufwand, zueinander passende Möbel auszuwählen.


3. Sicherheitsaspekte und Sicherheitsnormen

Gerade bei Kindermöbeln ist der Einsatz qualitativ hochwertiger Materialien sowie eine ausführliche Sicherheitsprüfung Pflicht. Eltern sollten deshalb beim Kauf eines Babybetts auf bestimmte Sicherheitszertifikate achten. Diese sind auf der Verpackung, in der Montageanleitung oder in den Herstellerangaben zu finden.

DIN EN 716

Diese DIN-Norm regelt die Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit von Kinderbetten und Reisekinderbetten. Sie legt u.a. einzuhaltende Werte für bestimmte Bauteile fest und definiert die Prüfverfahren, nach denen unabhängige Prüfinstitute wie der TÜV die Einhaltung dieser Werte prüfen können. Das Babybett wird erst mit dem Prüfsiegel des entsprechenden Instituts versehen, wenn es einer Reihe von Anforderungen genügt, darunter:

  • Keine verschluckbaren Kleinteile
  • Keine überstehenden Schrauben oder scharfen Kanten
  • Keine Querelemente, die ein Hochklettern ermöglichen
  • Verschlüsse sind so anzubringen, dass sie für das Baby nicht zu erreichen / zu öffnen sind
  • Abstand der Gitterstäbe: 45 mm bis 65 mm
  • Abstand zwischen Boden und Gestell: maximal 25 mm
  • Höchste Stellung des Lattenrosts: Abstand zur Oberkante mindestens 30 cm
  • Niedrigste Stellung des Lattenrosts: Abstand zur Oberkante mindestens 60 cm
  • Abstand zwischen den Leisten des Lattenrosts: Maximal 60 mm

Sind Rollen am Babybett angebracht, müssen diese entweder als Kombination von zwei Rollen und zwei Beinen oder als vier Rollen realisiert werden, von denen mindestens zwei festgestellt werden können. Herausnehmbare Schlupfsprossen müssen mit den Federn nach oben montiert sein.

GS-Prüfzeichen

Das GS-Zeichen ist ein deutschlandweit genutztes Prüfsiegel, welches belegt, dass der Hersteller nach den Normen des deutschen Produktsicherheitsgesetztes (ProdSG) arbeitet und damit auch alle europäischen Richtlinien einhält. Das Siegel wird von unabhängigen Prüfstellen wie dem TÜV oder der GTÜ vergeben. Zuvor werden verschiedene Sicherheitsprüfungen am Babybett durchgeführt, die u.a. die folgenden Aspekte umfassen:

  • Maße und Konstruktion
  • Standsicherheit
  • Festigkeit
  • Schweiß- und Speichelechtheit
  • Grenzwerte für chemische Inhaltsstoffe

Besonders wichtig ist die Überprüfung auf Schadstoffe, denn weder die verarbeiteten Basis-Materialien noch die genutzten Farben oder Lacke dürfen gesetzlich vorgegebene Grenzwerte überschreiten. Farben und Lacke, die zum Einsatz kommen, müssen auf Wasserbasis hergestellt sein.

RAL-Gütezeichen

Dieses Prüfzeichen (das "goldene M") wird ebenso wie das GS-Siegel von unabhängigen Prüfstellen vergeben, die vor allem die Einhaltung von Richtwerten für gesundheitsschädliche Stoffe wie beispielsweise Formaldehyd, aromatische Kohlenwasserstoffe oder Terpene beim Babybett untersuchen. Zudem prüfen die Labore auf Biozide (FCKW, Schwermetalle, Azofarbstoffe). Neben der Schadstoffprüfung werden Haltbarkeit, Stabilität, Fertigungsqualität, Lichtechtheit sowie Reibeechtheit untersucht.

Der Blaue Engel

Das Prüfzeichen "Blauer Engel" beurteilt nicht nur das Babybett selbst, sondern auch den Produktionsweg. Ein schriftlicher Zusatz zum Prüfsiegel gibt an, aus welchem Grund es vergeben wurde, beispielsweise „weil emissionsarm" für Möbel, aus denen nachweislich nur unbedenkliche Mengen an Chemikalien ausdünsten.

Betten, welche mit dem Blauen Engel versehen sind, gelten als besonders langlebig. Sie sind in der Regel aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt und müssen ungiftig und emissionsarm hinsichtlich des verarbeiteten Materials sowie der Beschichtung / Lackierung sein.


4. Materialien für Babybett & Co.

Je nach Geschmack können Eltern ein Babybett in verschiedensten Materialien und Ausführungen erhalten. Die klassischen Gitterbetten sind meist aus Naturholz (Massivholz oder Holzwerkstoffen) gearbeitet, während bei Wiegen oder Stubenwagen auch Kunststoffelemente zum Einsatz kommen.

Ein Babybett, das zu großen Teilen aus robustem Vollholz (beispielsweise Esche, Birke, Buche) gearbeitet ist, ist besonders langlebig, da dieses Holz sehr robust ist. Allerdings sind Vollholz-Betten tendenziell teurer als Modelle aus anderen Werkstoffen.

Bei Kunststoff-, MDF- und Pressspan-Babybetten sollten Mama und Papa unbedingt auf Zertifikate achten, welche die Schadstofffreiheit belegen. Vollholz-Möbel können wiederum Schadstoffe beinhalten, wenn sie lackiert sind – hier sollte ebenfalls auf Sicherheitszertifikate geachtet werden.

Neben Vollholz-Varianten werden Babybetten angeboten, die aus Holzwerkstoffen gearbeitet sind. Bei diesen werden Pressspanplatten oder MDF ("Mitteldichte Faserplatte") eingearbeitet. Diese Babybetten sind im Vergleich zu den Vollholzmöbeln günstiger, erweisen sich jedoch als weniger langlebig (Pressspanplatten sind im Vergleich zu MDF am wenigsten langlebig). Je nachdem, wie viele Jahre Eltern das Babybett nutzen möchten, können sie abwägen, ob eine Vollholzlösung sinnvoll ist oder nicht.

Manche Babybett-Modelle bestehen zum Teil aus Kunststoff- oder Metallelementen. Auch diese haben im Vergleich zum Rohstoff Holz bestimmte Vorteile:

Metallelemente sind noch robuster als Holz. Außerdem können Metalloberflächen gut gereinigt sowie hygienisch sauber gehalten werden, da sie ohne Bedenken mit Wasser und Putzmittel behandelbar sind. Bei Holz kann es hingegen dazu kommen, dass die Fasern des Naturmaterials bei der Reinigung Feuchtigkeit und Seife aufnehmen, sofern diese durch die äußere Lackschicht dringen.

Kunststoff lässt sich aus demselben Grund schnell säubern und ist zudem leichter und weniger hart als Holz. Dies kann gerade für eine Babywiege oder einen Stubenwagen von Vorteil sein, wenn diese, im Gegensatz zum Babybett, sehr flexibel von Zimmer zu Zimmer mitgenommen werden sollen.


5. Zubehör für Babybett und Beistellbett

Zum perfekten Babybett gehört auch das richtige Zubehör. Dies wird von den Herstellern meist speziell für ihre Bett-Modelle entwickelt. . So passt das Zubehör garantiert zum jeweiligen Babybett.

Passende Matratze

Die Matratze macht das Babybett zu einem kuscheligen Ort, an dem sich das Baby gerne aufhält. Jedoch sollte sie unbedingt passend zu den Babybett-Maßen gewählt werden: Ist die Babymatratze zu groß, bilden sich „Wellen“, was zu einer unebenen Liegefläche führt. Ist die Matratze zu klein, kann sie verrutschen und bedeckt nicht mehr den gesamten Boden des Kinderbetts. Dies ist besonders gefährlich, wenn das Kind zu stehen beginnt.

Zusätzliches Verschlussgitter

Mit einem zusätzlichen Verschlussgitter lassen sich Beistellbetten zu einem zu allen Seiten begrenzten Babybett oder Stubenwagen umbauen. Über eine Schraube mit Feder werden rechts und links Haltevorrichtungen an dem Verschlussgitter angebracht, welche dann am Gitter des Beistellbettes eingehakt werden.

Liegeflächen-Erweiterung

Möchten Eltern die Grundfläche des Beistellbettes vergrößern oder einen breiten Abstand zwischen Eltern- und Beistellbett überbrücken, bietet sich der Einsatz einer Liegeflächen-Erweiterung an. Diese vergrößert die Liegefläche spaltfrei um etwa 15 cm und kann unkompliziert am Elternbett eingehakt werden. Wird die Erweiterung nicht mehr benötigt, kann sie mit wenigen Handgriffen wieder abgenommen werden.

Nestchen

Ein Nestchen schützt die Kleinen im Babybett davor, sich an den Stäben oder im Winkel zwischen Stäben und Babybett-Boden zu verletzen. Zudem bietet es dem Kind ein Gefühl der Geborgenheit. Eltern sollten darauf achten, dass das Nestchen gut fixiert ist, damit es nicht verrutschen kann.

» zu den Nestchen

Auch wenn Eltern ihrem Kind das Babybett gerne gemütlich mit dem Lieblingsspielzeug herrichten möchten: Spielsachen im Bett können gefährlich werden. Insbesondere Spielsachen, die mit Schnüren am Gitter befestigt werden, können zu Unfällen führen, wenn sich die Kleinen beispielsweise aus Versehen selbst würgen.
Mobiles sind kein Problem, solange sie so befestigt werden, dass das Kind sie nicht greifen und herunterreißen kann. Mobile-Halterungen werden deswegen von den Herstellern so designt, dass sie in ausreichender Entfernung des Kindes sind.


6. Checkliste zum Kauf und zur Sicherheit von Babybetten

  • Babybett-Modelle

    Große Auswahl und individuell kombinierbar: In verschiedenen Farben und Materialien angeboten; passendes Zubehör erhältlich

    Beistellbett:

    • Wird an das Elternbett angestellt – Weniger nächtliches Aufstehen; Kind in direkter Nähe
    • Altersstufe: ab Geburt bis ca. 14 Monate
    • Höhenverstellbar: Stufenlos an jedes Bett anpassbar; darauf achten, dass keine Lücke entsteht
    • Fixierung am Bett: Entweder Haken für Rahmen oder Gurtsystem (für Boxspringbetten)
    • Flexibel: In einigen Fällen zum Stubenwagen oder Kinderbett umbaubar
    • Materialien: aus robustem Echtholz, aus textilem Gewebe, Sichtfenstern aus Netzstoff
    • Größe der Liegefläche: Gängig sind 90x40 cm, 90x45 cm, 90x50 cm oder 90x55 cm, Reise-Beistellbetten: ca. 80x50 cm
    • Zubehör: Verschlussgitter für die Frontseite (zur Umrüstung in einen Stubenwagen); Erweiterungen für den Umbau zum Kinderbett u.a.

    Babywiege:

    • Nutzbar bis drei oder vier Monate (bis sich das Kind eigenständig drehen kann)
    • Kleiner als ein Babybett
    • Beruhigende Wirkung: Schaukelbewegung hilft Kindern zu entspannen und einzuschlafen, kann Blähungen lösen
    • Gefühl der Geborgenheit: Kleine Liegefläche (z.B.90X40 cm) mit Seitenwänden bietet aus dem Mutterleib bekannte Begrenzung
    • Mobilität: durch (feststellbare) Rollen, benötigt weniger Platz als ein Babybett
    • Arretierbar: Wiege kann in einer Ruheposition festgestellt werden
    • Himmel: Wahlweise mit oder ohne Himmel, Himmelsstangen ermöglichen das Anbringen von Spielzeug

    Stubenwagen:

    • Körbchen auf fahrbarem Untergestell
    • Mobilität: mit Rollen (teilweise arretierbar)
    • Nutzbar bis ca. 3-4- Monate (wechseln, sobald sich das Kind selbständig drehen kann)
    • Geborgenheit: Kleine Liegefläche bietet Geborgenheit, Maße rund 70x37 cm bis etwa 90x55 cm
    • Bewegung: Fahrbewegung hilft beim Entspannen und Einschlafen
    • Höhenverstellbar: dadurch rückenschonend
    • Himmelsstange: Mit oder ohne Himmel nutzbar

    Gitterbett:

    • Im gesamten Baby- und Kleinkindalter nutzbar
    • Bereits nach der Geburt einsetzbar
    • Auf Gitterbett umsteigen, sobald Kind selbständig sitzen kann
    • Größe: Gängige Größen der Liegefläche des Babybetts: 120x60 cm oder 140x70 cm
    • Höhenverstellbar: Lattenrost dreistufig verstellbar, Säuglinge: oberste Stufe, Sitzende Kinder: unterste Stufe – Schlupfsprossen: Werden manuell aus dem Gitter entfernt, ältere Kinder können alleine aus dem Babybett aussteigen
    • Altersgerecht: Flexible Umbaumöglichkeiten (verstellbarer Liegefläche, Schlupfsprossen, Einbau zusätzlicher Elemente), Babybett wächst mit, kann zum Juniorbett oder Kindersofa umfunktioniert werden
    • Mobilität: Einige Modelle sind mit feststellbaren Rollen versehen
  • Sicherheitsnormen

    DIN EN 716:

    • Durch TÜV- oder GTÜ-Siegel bestätigt
    • Keine verschluckbaren Kleinteile
    • Keine überstehenden Schrauben oder scharfen Kanten
    • Keine Querelemente, die ein Hochklettern ermöglichen
    • Verschlüsse so angebracht, dass sie nicht zu erreichen / zu öffnen sind
    • Abstand der Gitterstäbe: 45 mm bis 65 mm
    • Abstand zwischen Boden und Gestell: maximal 25 mm
    • Höchste Stellung des Lattenrosts: Abstand zur Oberkante mindestens 30 cm
    • Niedrigste Stellung des Lattenrosts: Abstand zur Oberkante mindestens 60 cm
    • Abstand zwischen Leisten des Lattenrosts: Maximal 60 mm
    • Rollen: Eventuell Kombination von zwei Rollen und zwei Füßen oder vier Rollen (davon zwei zum Feststellen)
    • Schlupfsprossen: mit Federn nach oben montiert

    GS-Prüfzeichen:

    • Deutschlandweit anerkannt
    • Hersteller arbeitet nach Normen des deutschen Produktsicherheitsgesetzes
    • Von unabhängigen Stellen (z.B. TÜV, GTÜ) vergeben
    • Sicherheitsprüfungen betreffend Konstruktion, Standsicherheit, Festigkeit, Schweiß- und Speichelechtheit, Grenzwerte für chemische Inhaltsstoffe
    • Schadstoffe: Verwendete Farben und Lacke sollten auf Wasserbasis hergestellt sein

    RAL-Gütezeichen:

    • Von unabhängiger Prüfstelle vergeben (RAL-Institut)
    • Zertifiziert Einhaltung der Grenzwerte gesundheitsschädlicher Stoffe
    • Prüfung von Haltbarkeit, Stabilität, Fertigungsqualität, Lichtechtheit, Reibeechtheit

    Der Blaue Engel

    • Nicht nur Produkteigenschaften werden bewertet, sondern u.a. auch Energieverbrauch bei der Produktion
    • Umweltzeichen enthält Hinweis, wofür der Blaue Engel vergeben wurde
    • Produkte mit Siegel gelten als langlebig
    • Je nach Zusatz z.B. aus recycelbaren Naturstoffen, ungiftig oder emissionsarm
  • Materialien
    • Vollholz: Aus Hölzern wie Esche, Birke, Buche; besonders robust, aber auch besonders teuer, Lacke können Schadstoffe beinhalten
    • Pressspan oder MDF: Weniger robust als Vollholz, dafür günstiger; können Schadstoffe ausdünsten – Sicherheitszertifikate beachten
    • Kunststoff- und Metallelemente: Metall extrem robust, Metall und Kunststoff gut zu reinigen, da diese Materialien keine Feuchtigkeit und Seifenreste aufnehmen, hygienisch, leichter als Vollholz; Bei Kunststoff auf Zertifikate zur Schadstofffreiheit achten
  • Zubehör für Babybetten und Beistellbetten
    • Matratze: Passend zur Größe des Babybetts wählen, zu große Matratze: Liegefläche uneben - dadurch ungünstig für Babys Schlafposition; zu kleine Matratze: verrutscht – dadurch Verletzungsgefahr im Zwischenraum von Bett und Matratze
    • Nestchen: Schützt das Kind davor, sich an den Gitterstäben zu verletzen, bietet Geborgenheit und Wärme, sollte gut fixiert werden, damit es nicht verrutscht
    • Spielzeug: insbesondere Spielzeuge vermeiden, die mit Schnüren am Gitter befestigt werden; Mobiles mit speziellen Mobile-Halterungen außer Reichweite der Kinder befestigen
    • Verschlussgitter: Beistellbetten zu Gitterbett oder Stubenwagen umbauen, über einfachen Haltemechanismus an Beistellbett angebracht, flexibel anbringen und abnehmen
    • Liegeflächen-Erweiterung: Vergrößert die Grundfläche des Beistellbettes, für breiteren Bettrahmen, vergrößert etwa 15 cm nach vorne, kann flexibel angebaut und abgebaut werden

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